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Software & App-Entwicklung

Wann reicht eine Web-App für Ihr Unternehmen?

Eine Web-App läuft im Browser, ohne Installation und ohne App-Store. Für Portale, interne Werkzeuge und Abläufe mit vielen Beteiligten kann das die einfachste Lösung sein.

Von Viviane Lenders & Timo Albers · 30. Oktober 2026 · 4 min

Ihre Mitglieder sollen Unterlagen einreichen, Ihre Kunden den Stand ihres Auftrags sehen, und intern pflegen drei Abteilungen dieselbe Liste in Excel. Für solche Abläufe muss es keine App aus dem Store sein. Eine Web-App läuft im Browser, jeder Beteiligte öffnet sie über einen Link, und eine Änderung ist sofort für alle sichtbar.

Was eine Web-App ist

Eine Website zeigt Informationen. In einer Web-App wird gearbeitet: Nutzer melden sich an, geben Daten ein, laden Dokumente hoch und sehen nur das, was für sie freigegeben ist. Typische Beispiele sind Portale für Mitglieder, Kunden oder Händler, interne Werkzeuge für Freigaben und Auswertungen oder ein Rechner, der Interessenten eine erste Einschätzung gibt.

Installiert wird nichts. Ein Update wird auf dem Server eingespielt, und beim nächsten Aufruf arbeiten alle mit der neuen Version.

Wann eine Web-App reicht

Eine Web-App passt, wenn

  • die Anwendung vor allem am Schreibtisch oder mit stabiler Internetverbindung genutzt wird,
  • Menschen außerhalb Ihres Unternehmens mitarbeiten, die Sie nicht um eine Installation bitten wollen,
  • sich Abläufe und Formulare häufig ändern,
  • die Nutzer mit unterschiedlichen Geräten arbeiten.

Muss die Anwendung an die Kamera, per Funk an Maschinen oder auf der Baustelle ohne Netz laufen, ist eine installierte App besser. Wann eine App für alle Systeme reicht und wann getrennte Apps sinnvoll sind, steht im Beitrag Brauchen Sie für iPhone und Android zwei Apps?

Vom Low-Code-Werkzeug zur Web-Anwendung beim SMI

Der Standard Motor Interface e.V. zertifiziert Produkte von rund 30 Mitgliedsunternehmen. Zertifizierung, Produktregistrierung und Rechnungsstellung liefen zunächst über mehrere Power Apps in Microsoft 365. Für den Start war das richtig, die Fehlerquote bei der Zertifizierung sank um zwei Drittel.

Mit der Zeit kamen externe Gastkonten dazu und strenge Regeln, die aus kartellrechtlichen Gründen festlegen, wer welche Daten sehen darf. Gleichzeitig verursachten die Gastzugänge Lizenzkosten pro Nutzer. 2026 haben wir die Lösung deshalb als Web-Anwendung neu aufgebaut.

  • Die Daten blieben in SharePoint, eine Migration war nicht nötig.
  • Zugriffsrechte werden auf dem Server durchgesetzt. Jede Anfrage ist auf das berechtigte Unternehmen beschränkt.
  • Vor jedem Release laufen 923 automatisierte Tests, in wenigen Minuten.
  • Die laufenden Kosten liegen bei 0 bis 10 Euro im Monat, weil sich das Hosting nach der tatsächlichen Nutzung richtet und nicht nach der Zahl der Konten.

Mehr dazu steht in der Erfolgsgeschichte zum SMI.

Unser eigener App-Konfigurator

Auch unser App-Konfigurator ist eine Web-App. Interessenten beantworten Fragen zu ihrem Vorhaben und bekommen am Ende eine Preisspanne, netto und unverbindlich. Wer seine Kontaktdaten angibt, erhält zusätzlich eine ausführliche Aufstellung als PDF. Eine Installation braucht dafür niemand, der Konfigurator ist direkt in unsere Website eingebunden.

Was die Kosten einer Web-App treibt

Den Preis der Entwicklung bestimmen vor allem drei Dinge. Je genauer geregelt ist, wer was sehen und ändern darf, desto mehr muss entwickelt und getestet werden. Holt die Web-App Daten aus Microsoft 365, dem ERP oder der Buchhaltung, kostet jede Schnittstelle Aufwand, dafür bleiben die Daten dort, wo sie heute schon liegen. Und eine Web-App mit vielen Nutzern und sensiblen Daten braucht automatisierte Tests vor jedem Release.

Was der Betrieb kostet, hängt davon ab, ob nur Ihre Mitarbeiter die Web-App nutzen oder auch Kunden und Partner, wie viele Zugriffe sie hat, wie die Daten aufgebaut sind und ob sie auf einem vorhandenen Hosting läuft oder ein neues braucht. Beim SMI sind es 0 bis 10 Euro im Monat. Achten Sie im Angebot außerdem darauf, ob Lizenzen pro Nutzer anfallen. Bei vielen externen Nutzern summiert sich das schnell, wie die Gastzugänge beim SMI gezeigt haben. Welche Posten ein App-Projekt allgemein verteuern, steht im Beitrag Was kostet eine App im Mittelstand?

Wie ein Web-App-Projekt bei uns beginnt

Am Anfang steht ein kostenloses Vorgespräch. Im Workshop klären wir, wer die Web-App benutzt, welche Daten sie braucht und an welche Systeme sie angebunden wird. Daraus entsteht die Spezifikation, in der auch die Entscheidung zwischen Web-App und installierter App fällt. Was hineingehört, beschreibt der Beitrag zum Lastenheft für eine App. Wie wir Software entwickeln, testen und betreuen, steht unter Software & App-Entwicklung. Für ein Vorgespräch schreiben Sie uns.

Häufige Fragen

Ist eine Web-App dasselbe wie eine Website?+

Nein. Eine Website informiert, die Besucher lesen. In einer Web-App melden sich Nutzer an, geben Daten ein und arbeiten damit, etwa in einem Mitgliederportal oder einem internen Werkzeug.

Läuft eine Web-App auch auf dem Smartphone?+

Ja, im Browser des Smartphones. Braucht die Anwendung die Kamera, eine Funkverbindung zu Geräten oder soll sie ohne Netz funktionieren, ist eine installierte App die bessere Wahl.

Gehört uns der Quellcode?+

Ja. Mit der Übergabe bekommen Sie Quellcode, Spezifikation und Dokumentation.

Kann aus einer Web-App später eine App für den Store werden?+

Das hängt von der Technik ab. Mit Flutter laufen Web-App und App aus demselben Code. Ob das für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, klären wir in der Spezifikation.

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