Viele Geräte werden heute über ein Handsteuergerät, eine Servicesoftware am Laptop oder direkt am Gerät eingestellt. Eine App mit Funkverbindung hat zwei Vorteile: Niemand muss an das verbaute Gerät heran, und Einstellungen lassen sich für viele Geräte auf einmal setzen. Was eine solche App außerdem können muss, zeigen wir am Beispiel der Linearmotor-App, die wir für BMS Solutions gebaut haben.
Erkennen Sie sich wieder?
- Ihre Techniker stellen Geräte noch mit einem Handsteuergerät oder einer Servicesoftware am Laptop ein.
- Installateure oder Kunden fragen nach einer App.
- Die Inbetriebnahme großer Anlagen dauert, weil jedes Gerät einzeln eingestellt wird.
- Ihr Firmware-Entwickler kennt die Geräte am besten, hat aber keine Zeit, nebenher eine App zu bauen.
Dann lohnt es sich, über eine Inbetriebnahme-App nachzudenken. Die folgenden Abschnitte zeigen, was sie können sollte.
Profile für viele Geräte
Auf einer großen Anlage sind viele gleichartige Geräte verbaut. Sie einzeln einzustellen, kostet Zeit und macht Abweichungen wahrscheinlicher. Besser sind Profile, die vorab angelegt, gleichzeitig auf mehrere Geräte geladen und vor Ort nur noch nachjustiert werden. Bei BMS gilt das für Endlagen, Geschwindigkeit, Rampen und Klemmschutz der Linearmotoren.
Geräte zuordnen
Jedes Gerät muss am Ende an der richtigen Adresse oder am richtigen Kanal hängen. In der Linearmotor-App ordnet man die Motoren per Drag-and-drop zu, und die App schreibt die Änderungen in das System. Eine Liste mit Adresse, ID und eingestellten Werten zeigt, welcher Antrieb wie konfiguriert ist.
Prüfen und Fehler finden
Nach dem Einstellen kommt die Prüfung. Mit einer Prüfbedienung lassen sich Geräte direkt aus der App fahren und testen. Ein Debugging-Modus mit Fehlerrückmeldung hilft, Ursachen vor Ort zu finden.
Rollen und Rechte
Sobald eine App sicherheitsrelevante Werte verändert, etwa die Schwelle eines Klemmschutzes, muss feststehen, wer was ändern darf. Ein Rollen- und Rechtesystem legt das fest. Bei BMS kommt hinzu, dass Kunden die App erst nutzen können, nachdem BMS sie freigeschaltet hat. Die App warnt außerdem, bevor falsch eingestellte Endlagen die Anlage beschädigen können.
Die Schnittstelle zur Firmware
Oft entwickelt der Hersteller die Firmware seiner Geräte selbst. Dann hängt viel an der Schnittstelle zwischen Gerät und App: Welche Befehle und Rückmeldungen gibt es? Wie meldet das Gerät einen Fehler? Was passiert, wenn die Funkverbindung abbricht? Bei BMS hat ein eigener Entwickler die Firmware gebaut, die Schnittstelle haben wir gemeinsam mit ihm festgelegt. Die Tests mit der echten Hardware liefen bei BMS in einer geschützten Umgebung.
So arbeiten wir mit Herstellern
Die Firmware bleibt bei Ihnen. Die Schnittstelle zwischen Gerät und App legen wir gemeinsam mit Ihrem Entwickler fest. Spezifikation, Oberfläche, App und Tests übernehmen wir, und Ihr Ansprechpartner ist einer der beiden Geschäftsführer.
Plattformen
Ihre Techniker sollten die App auf den Geräten nutzen können, die sie tatsächlich mitnehmen. Die Linearmotor-App ist mit Flutter gebaut und läuft auf Android-Tablets und dem Microsoft Surface. Eine Version für iOS ist geplant, ohne dass dafür eine zweite App entstehen muss.
Wo die Zeit hingeht
Von der Idee bis zur betriebsfähigen Linearmotor-App vergingen vier Monate, mit einem kleinen Team. Die meiste Zeit haben Spezifikation und Tests gebraucht. Bei Software, die Geräte einstellt, ist das richtig so: Ein Fehler in der App kann eine Anlage falsch konfigurieren.
Sie stellen Geräte her und brauchen eine App, um sie einzustellen, zu prüfen oder zu warten? Schreiben Sie uns. Im kostenlosen Vorgespräch klären wir, was die App können muss und wie wir mit Ihrem Firmware-Team zusammenarbeiten.

