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Gebäudetechnik · BMS Solutions

Wie BMS Großlamellen per Tablet in Betrieb nimmt

Die App, mit der sich Linearmotoren für Großlamellen per Funkverbindung einstellen, prüfen und in Betrieb nehmen lassen.

Linearmotor LM-1200 SMI AC mit einstellbarem Hub von 0 bis 300 mm, davor die Linearmotor-App mit den Einstellungen für Hub und Endlagen
Von der Idee bis zum Betrieb
4 Monate
Einstellbarer Hub
0–300 mm
Antriebstypen für alle Hublängen
1

Hub nach Maß

BMS entwickelt und fertigt Sonnenschutzsteuerungen und Antriebe, darunter den Linearmotor LM-1200 SMI AC für Großlamellen an Fassaden. Bisher wird der Antrieb einer Großlamelle mit Hub nach Maß bestellt: Weil jede Lamellengeometrie eine andere Verstellweite braucht, muss für jedes Maß die passende Variante bestimmt, bestellt und bevorratet werden.

Der LM-1200 SMI AC geht einen anderen Weg. Sein Hub lässt sich digital zwischen 0 und 300 mm einstellen, in Schritten von 0,2 mm. Dafür braucht es ein Werkzeug, mit dem sich Hub, Endlagen und Sicherheitsfunktionen auf der Baustelle setzen lassen, ohne dass jemand an den verbauten Motor heranmuss. Dieses Werkzeug ist die Linearmotor-App.

Wer was gebaut hat

Die Firmware der Geräte hat ein Entwickler von BMS gebaut. Spezifikation, Oberfläche, App und Tests kamen von uns. Die Schnittstelle zwischen Gerät und App haben wir gemeinsam mit ihm festgelegt. Die Tests mit der Hardware selbst hat BMS in einer geschützten Umgebung durchgeführt.

Von der Idee bis zur betriebsfähigen App vergingen vier Monate, mit einem kleinen Team. Die meiste Zeit haben Spezifikation und Tests gebraucht.

Einstellen per Funkverbindung

Endlagen, Hub, Geschwindigkeit, Rampen und die Schwelle des Klemmschutzes werden per Funkverbindung vom Tablet aus gesetzt. An den verbauten Motor muss dafür niemand heran. Ein Handsteuergerät entfällt.

Zwei Ansichten der Linearmotor-App: Hub und Endlagen mit Schiebereglern von 0 bis 300 mm, dahinter die Prüfbedienung mit Tasten zum Auf- und Abfahren

Viele Antriebe auf einmal

Vorkonfigurierte Motorprofile lassen sich gleichzeitig auf mehrere Antriebe laden, Toleranzen werden vor Ort nachjustiert. Das beschleunigt die Inbetriebnahme großer Anlagen. Die Motoren ordnet man per Drag-and-drop ihren Kanälen und Adressen zu, und die App schreibt die Änderungen in das System. Bis zu 16 Linearmotoren an einem Aktor laufen synchron.

Prüfen und Fehler finden

Mit der Prüfbedienung lassen sich Motoren direkt vom Tablet aus fahren und testen. Ein Debugging-Modus meldet Fehler zurück und erleichtert so die Diagnose vor Ort.

Die Ansicht „Motoren steuern“ der Linearmotor-App: Liste der Linearmotoren mit Adresse, ID und Endlagen, rechts die Prüfbedienung

Rollen, Rechte und Freigabe

Die App verändert sicherheitsrelevante Werte wie den Klemmschutz. Deshalb gibt es ein Rollen- und Rechtesystem, das festlegt, wer welche Einstellungen ändern darf. Kunden von BMS bekommen Zugang zur App, nachdem BMS sie freigeschaltet hat.

Was sich dadurch ändert

Ein einziger Antriebstyp deckt den gesamten Hubbereich ab. Fassadenplaner und Fassadenbauer müssen keine Hubvarianten mehr auswählen und bevorraten, und im Servicefall passt derselbe Antrieb an jede Position. Die benötigte Verstellweite wird erst bei der Inbetriebnahme eingestellt.

Plattformen

Die App ist mit Flutter gebaut. Sie läuft auf Android-Tablets und auf dem Microsoft Surface, eine Version für iOS ist geplant.

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Viviane Lenders

Viviane Lenders

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Timo Albers

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