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Websites & SEO

Wann reicht es, bei einem Website-Relaunch nur die Technik zu erneuern?

Passen Corporate Design und Inhalte noch, reicht oft ein technischer Relaunch. Die meiste Arbeit steckt dann in Bestandsaufnahme, Umzug und Weiterleitungen.

Von Viviane Lenders & Timo Albers · 25. Oktober 2026 · 8 min

Logo, Farben und Texte Ihrer Website stimmen noch. Das System darunter ist in die Jahre gekommen: Updates bleiben liegen, Seiten laden langsam, auf dem Handy ist die Bedienung umständlich, und zu Sicherheitslücken erscheinen neue Meldungen. Dann stellt sich die Frage, ob Sie die Website neu bauen lassen müssen oder ob es reicht, die Technik zu erneuern. Die Antwort hängt daran, ob Gestaltung, Inhalte und Seitenstruktur noch zu Ihrem Unternehmen passen.

Was unterscheidet einen technischen Relaunch von einem Neubau?

Bei einem technischen Relaunch zieht Ihre Website auf eine neue technische Grundlage um. Corporate Design, Texte, Bilder und Seitenstruktur bleiben weitgehend erhalten. Erneuert werden das System, die Vorlagen für die Seiten, die Ladezeit und die Darstellung auf dem Handy. Bei einem kompletten Relaunch entstehen Struktur, Gestaltung und Inhalte neu.

StufeWas bleibtWas neu entstehtTypischer Anlass
ÜberarbeitungSystem, Design und Struktureinzelne Texte, Bilder und Details der GestaltungInhalte sind veraltet, die Technik ist in Ordnung
Technischer RelaunchCorporate Design, Inhalte und StrukturSystem, Seitenvorlagen, bei Bedarf das Hostingdas System ist veraltet, langsam oder schwer zu pflegen
Kompletter RelaunchDomain und Teile der InhalteStruktur, Gestaltung, Texte und TechnikAngebot, Zielgruppe oder Marke haben sich geändert

Woran erkennen Sie, dass ein Technik-Update reicht?

Ein technischer Relaunch reicht, wenn die Grundlage Ihrer Website noch trägt. Dafür spricht:

  • Ihr Corporate Design ist aktuell und soll bleiben.
  • Die Inhalte stimmen weitgehend und müssen nur an einzelnen Stellen aktualisiert werden.
  • Die Seitenstruktur passt zu Ihrem Angebot, Besucher finden sich zurecht.
  • Die Website hat Besucher und Rankings bei Google, die Sie behalten möchten.

Gegen ein reines Technik-Update spricht, wenn sich Ihr Angebot oder Ihre Zielgruppen geändert haben, wenn die Struktur Besucher an den falschen Stellen suchen lässt oder wenn sich die Gestaltung auf dem Handy nicht sinnvoll umsetzen lässt. Dann lohnt sich eher ein kompletter Relaunch.

Wovon hängt der Aufwand ab?

Weil Ihr Corporate Design und Ihre Texte schon vorliegen, fällt bei einem technischen Relaunch ein großer Teil von Konzeption und Gestaltung weg. Andere Arbeit bleibt:

  • die Bestandsaufnahme der Inhalte: was bleibt, was aktualisiert wird, was wegfällt
  • das Design als Vorlagen im neuen System nachbauen
  • Texte, Bilder und Downloads umziehen
  • Weiterleitungen für alle alten Adressen einrichten
  • Tests auf verschiedenen Geräten, Formulare und Datenschutz

Die Umsetzung übernehmen wir selbst. Jeder Schritt beginnt mit einer genauen Analyse Ihrer bisherigen Seite und wird für sie einzeln erarbeitet, einen Listenpreis gibt es deshalb nicht. Den Umfang bestimmen vor allem vier Entscheidungen, die Sie treffen:

  • wie viele Designvorschläge innerhalb Ihres Corporate Designs Sie sehen möchten
  • wie viele Seiten die Website haben soll
  • wie viel Besucherstatistik Sie brauchen
  • ob die lokale Optimierung bei Google dazugehört, also Unternehmensprofil und Seiten für Ihre Orte

Am wenigsten Aufwand macht eine schlanke Seite mit Startseite, Über uns, Impressum und Datenschutz, vor allem wenn die Texte bereits vorliegen und die Bilder in guter Qualität vorhanden sind. Eine alte Seite mit vielen Sonderfunktionen kann dagegen aufwendiger umzuziehen sein als ein schlanker Neubau.

Wir rechnen nach Aufwand ab. Für eine einfache Seite klären wir Anforderungen und Form der Zusammenarbeit im kostenlosen Vorgespräch, danach erhalten Sie eine Kostenprognose, sofort oder innerhalb von 72 Stunden. Soll die gesamte Struktur einer Website neu entstehen, erarbeiten wir sie in einem kostenpflichtigen Workshop, der bei einer Umsetzung angerechnet wird. Bei einem technischen Relaunch bleibt die Struktur meist erhalten.

Wie behalten Sie Ihre Google-Rankings beim Umzug?

Ihre Rankings bleiben am ehesten erhalten, wenn jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue weiterleitet und Seitentitel, Beschreibungen und strukturierte Daten mit umziehen. Dafür gehen wir in fünf Schritten vor:

  1. Alle bestehenden Adressen erfassen, aus der Google Search Console und aus einem vollständigen Durchlauf über die Seite.
  2. Jeder alten Adresse eine neue zuordnen und sie dauerhaft weiterleiten (301).
  3. Seitentitel, Beschreibungen und strukturierte Daten übernehmen, denn beim Wechsel des Systems gehen sie leicht verloren.
  4. Die Testumgebung für Google sperren und beim Start prüfen, dass die Sperre nicht mit auf die neue Seite wandert.
  5. Die neue Sitemap in der Search Console einreichen und in den ersten Wochen beobachten, welche Seiten Google aufnimmt.

Wie wird Ihre Website in ChatGPT und KI-Suchen gefunden?

KI-Suchen nennen eine Website als Quelle, wenn sie die Seite lesen dürfen und dort klare Aussagen finden. Beides lässt sich bei einem Relaunch gleich mit einrichten:

  • Der Text steht beim ersten Laden vollständig im HTML. Nachgeladenen Text sehen KI-Suchen teils gar nicht.
  • Die Einstellungen der Website erlauben den Suchprogrammen von Google und ChatGPT den Zugriff.
  • Jeder Abschnitt beginnt mit einer direkten Antwort und ist auch für sich allein verständlich.
  • Strukturierte Daten beschreiben Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen und die Autoren Ihrer Texte.

Wie wir eine Website für Google und KI-Suchen zugleich gebaut haben, zeigt die Erfolgsgeschichte zu exposure-app.com.

Was zeigen die Sicherheitslücken des Jahres 2026?

Für die drei kritischen Lücken der vergangenen Monate lagen Updates jeweils schnell vor. Gefährdet blieben Websites, auf denen niemand das Update eingespielt oder überprüft hat. Stand: 25. Oktober 2026.

wp2shell im Juli

Zwei Lücken im Kern von WordPress erlaubten es, ohne Anmeldung Code auf dem Server auszuführen, auch bei Installationen ohne zusätzliche Plugins. Betroffen waren die Versionen 6.9.0 bis 7.0.1. Die Updates 7.0.2 und 6.9.5 schlossen die Lücken, und WordPress.org schaltete für betroffene Installationen automatische Updates ein (Bericht bei All About Security).

Eine Lücke in WordPress 7.1 im September

Die Lücke CVE-2026-87902 erhielt 9,2 von 10 Punkten auf der üblichen Skala für Schweregrade (CVSS). Sie betraf WordPress vor Version 7.1.2 und setzte voraus, dass der Ordner des aktiven Themes mit „page-“ beginnt. Das Update erschien wenige Stunden nach Version 7.1.1, Korrekturen sollen auch für ältere Versionen bis zurück zu 4.7 erscheinen (Bericht bei checkdomain).

PHP2Shell im Oktober

Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte das PHP-Projekt Updates für zwei Lücken in PHP selbst, beide mit 9,2 Punkten bewertet. Angreifer konnten darüber ohne Anmeldung Code auf dem Webserver ausführen. Betroffen war jede PHP-Installation, die Webseiten ausliefert, unabhängig vom System darüber. Geschlossen sind die Lücken in PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35, PHP 8.1 und ältere Versionen bekommen vom PHP-Projekt keine Updates mehr (Sicherheitsmeldung von PHP). Das BSI warnte mit Stufe 3 von 4. Einen ersten Angriffsversuch hatte Amazon schon am 17. Oktober beobachtet, vier Tage vor der Veröffentlichung (Bericht bei Help Net Security).

Ein WordPress-Update half hier nicht. Auf Shared Hosting kann nur der Anbieter PHP aktualisieren, Betreiber konnten bis dahin nur warten oder ihre Seite vorübergehend sperren. Unsere eigenen Websites verticalmeters.com und exposure-app.com waren nicht betroffen, weil auf ihren öffentlichen Seiten kein PHP läuft.

Sollten Sie WordPress weiter pflegen oder auf ein wartungsarmes System wechseln?

Beides kann richtig sein, je nachdem, wer bei Ihnen die Updates einspielt und wie schnell das geschieht. WordPress ist weit verbreitet, gut dokumentiert und für Teams, die viele Inhalte selbst pflegen, oft passend. Die Sicherheitsupdates im Jahr 2026 kamen schnell. Damit sie wirken, braucht es jemanden, der Kern, Plugins, Theme und die PHP-Version beim Hoster laufend aktuell hält, etwa über einen Wartungsvertrag.

Will oder kann niemand diese Pflege übernehmen, ist ein wartungsärmeres System sicherer. Bei einem Headless-CMS oder einer statischen Seite liefert der Server fertige Dateien aus, auf der öffentlichen Seite laufen weder PHP noch eine Datenbank. Pflege braucht auch so eine Seite, allerdings deutlich seltener: für die Bausteine, aus denen sie erzeugt wird, den Zugang zum Editor und das Hosting.

KriteriumWordPress mit WartungsvertragHeadless-CMS oder statische Seite
Passt, wennmehrere Personen regelmäßig Inhalte pflegen oder ein Shop geplant istsich Inhalte selten ändern und niemand regelmäßig Updates einspielen möchte
Was gepflegt werden mussKern, Plugins, Theme und die PHP-Version beim HosterBausteine für den Bau der Seite, Zugang zum Editor, Hosting
Was bei jedem Seitenaufruf läuftPHP und Datenbankdie Auslieferung fertiger Dateien
Bei einer Lücke wie PHP2ShellUpdate durch den Hoster abwarten oder die Seite vorübergehend sperrennicht betroffen, solange auf der Seite kein PHP läuft

Welche Technik zu welchem Team passt, haben wir auf der Seite Websites & SEO ausführlich gegenübergestellt. Unabhängig vom System sollten Sie mit Ihrem Dienstleister drei Dinge vorab klären:

  • Wer spielt Updates ein, und wie schnell nach einer Warnung?
  • Wer darf die Website im Ernstfall vorübergehend sperren?
  • Wer prüft nach, ob eine Entwarnung des Hosters stimmt?

Wie läuft ein technischer Relaunch mit uns ab?

Einfache Umstellungen schaffen wir in wenigen Tagen, wenn es unser Kalender zulässt. Am meisten Zeit spart es, wenn alle Zugänge vollständig vorliegen:

  • Domain, einschließlich der DNS-Einstellungen
  • Webhosting
  • Administration des bisherigen Systems
  • Google Search Console und Google-Unternehmensprofil
  • Besucherstatistik

Fehlen Search Console, Unternehmensprofil oder Besucherstatistik bisher, ist das in Ordnung. Nicht jede Website braucht alle drei.

Der Ablauf:

  1. Kostenloses Vorgespräch, in dem wir Anforderungen und Form der Zusammenarbeit klären.
  2. Kostenprognose, sofort oder innerhalb von 72 Stunden. Soll die gesamte Struktur neu entstehen, erarbeiten wir sie vorher in einem Workshop.
  3. Bestandsaufnahme von Inhalten, Adressen und Suchbegriffen.
  4. Umsetzung auf einer Testumgebung, die Sie während der Arbeit ansehen können.
  5. Start der neuen Seite mit allen Weiterleitungen.
  6. Kontrolle in der Google Search Console in den Wochen danach.

Sie können auch in Etappen vorgehen: zuerst die technische Umstellung, danach nach und nach die Optimierung für Google und KI-Suchen. Auf Wunsch betreiben wir die Website anschließend als Managed Hosting. Zugänge und Quellcode bleiben bei Ihnen, Sie können jederzeit selbst übernehmen oder zu einem anderen Dienstleister wechseln.

Für ein kostenloses Vorgespräch schreiben Sie uns.

Häufige Fragen

Was kostet ein Website-Relaunch?+

Das hängt an Ihren Entscheidungen: wie viele Designvorschläge Sie sehen möchten, wie viele Seiten die Website hat, wie viel Besucherstatistik Sie brauchen und ob die lokale Optimierung bei Google dazugehört. Eine schlanke Seite mit vorhandenen Texten und guten Bildern macht wenig Aufwand. Die Kostenprognose erhalten Sie nach dem kostenlosen Vorgespräch, sofort oder innerhalb von 72 Stunden.

Verlieren wir beim Relaunch unsere Google-Rankings?+

Das Risiko ist gering, wenn jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue Seite weiterleitet und Titel, Beschreibungen und strukturierte Daten mit umziehen. In den Wochen nach dem Start prüfen wir in der Google Search Console, ob Google alle Seiten aufnimmt.

Können wir unsere Texte und Bilder übernehmen?+

Ja. Wir gehen die Inhalte vorher mit Ihnen durch und legen gemeinsam fest, was bleibt, was aktualisiert wird und was wegfällt. Bilder übernehmen wir, wenn ihre Qualität für die heutige Darstellung auf großen Bildschirmen und auf dem Handy reicht.

Müssen wir von WordPress weg?+

Nein. Pflegt Ihr Team die Inhalte selbst und spielt jemand regelmäßig die Updates ein, bleibt WordPress eine gute Wahl. Will das niemand übernehmen, ist ein Headless-CMS oder eine statische Seite wartungsärmer.

Wie lange dauert ein technischer Relaunch?+

Einfache Umstellungen schaffen wir in wenigen Tagen, wenn unser Kalender es zulässt. Am schnellsten geht es, wenn alle Zugänge zu Domain, Webhosting und bisherigem System vollständig vorliegen. Die Optimierung für Google und KI-Suchen kann danach in Etappen folgen.

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