Einzelne Mitarbeitende nutzen ChatGPT oft schon seit Monaten, für Angebote, E-Mail-Entwürfe oder Übersetzungen, ohne Absprache und ohne Regeln. Die Geschäftsführung erfährt davon häufig erst im Workshop. An der Technik scheitert es dabei fast nie. Was meistens fehlt, ist die Entscheidung, wo man anfängt.
Woher unsere Erfahrung kommt
Mit KI gearbeitet haben wir zuerst am eigenen Produkt: Die Exposure App hat einen KI-Textassistenten, der Texte in unterschiedlichen Tonalitäten schreibt. Dafür haben wir eine Prompt-Architektur entwickelt, die an kein bestimmtes Modell gebunden ist. Kommt ein besseres oder günstigeres Modell, tauschen wir es aus, ohne Oberfläche oder Datenmodell anzufassen. Seitdem haben wir viele Anwendungen ausprobiert und bewertet und Teams bei Kunden darin geschult, KI-Werkzeuge im Arbeitsalltag einzusetzen.
Drei Muster, die sich wiederholen
KI ist längst im Haus
Niemand hat den Überblick, wer welches Werkzeug wofür nutzt. Manchmal landen dabei Kundendaten in der Eingabe, die dort nicht hingehören. Der erste Gewinn eines Workshops ist deshalb Überblick.
Der naheliegende Fall ist selten der beste
Viele kommen mit einer festen Idee, etwa einem Chatbot für den Kundenservice. Legen wir Aufwand und Nutzen nebeneinander, liegt fast immer ein unscheinbarerer Fall vorn: die Angebotserstellung, die Dokumentation, die immer gleiche Antwort-Mail. Ein solcher Fall kann ab der nächsten Woche eine Stunde am Tag sparen.
Der Datenschutz kommt zu spät
Kaum ein Unternehmen hat geklärt, was mit den Daten passiert, wenn ein Werkzeug in den USA betrieben wird, oder ob der Betriebsrat mitreden muss. Lösbar ist das, solange es vor dem ersten echten Einsatz geklärt ist. Wir prüfen den Datenschutz deshalb gleich am konkreten Anwendungsfall.
Was der AI Act heute verlangt
Seit Februar 2025 müssen Unternehmen, die KI einsetzen, sich um die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden kümmern. Mit der Verordnung (EU) 2026/1744 hat die EU diese Pflicht im Juli 2026 abgeschwächt. Seitdem müssen Unternehmen Maßnahmen ergreifen, die den Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen. Ein bestimmtes Niveau müssen sie für niemanden garantieren. Eine Schulung ist dafür der naheliegende Weg, und sie lässt sich belegen.
Seit dem 2. August 2026 gelten außerdem Transparenzpflichten. Bei einem Chatbot muss erkennbar sein, dass eine Maschine antwortet. Mit KI erzeugte oder veränderte Bilder, Videos und Tonaufnahmen, die echt wirken, müssen als solche gekennzeichnet sein.
Schulungen gehören zu dem, was wir für Kunden bereits übernehmen. Wir schulen aus derselben Praxis heraus, mit der wir unsere eigenen Anwendungen bauen.
Mit einem kleinen Schritt anfangen
Viele Betriebe wollen KI groß aufziehen, mit Strategiepapier, Lenkungskreis und einer Roadmap über zwölf Monate. Damit verspielen sie den Vorteil, den ein Mittelständler gegenüber einem Konzern hat: kurze Entscheidungswege.
Die Workshops, aus denen hinterher etwas wird, enden mit einem einzigen kleinen Schritt, den Sie in zwei Wochen ohne Budgetrunde testen können. Funktioniert er, bauen Sie darauf auf. Funktioniert er nicht, haben Sie wenig verloren.
Wie der Einstieg aussieht
Am Anfang steht ein kostenloses Vorgespräch. Danach gibt es zwei Formate. Sortieren Sie selbst noch, arbeiten Sie einen halben Tag allein mit einem von uns beiden. Wir klären an Ihrem Fall, welcher Anwendungsfall sich lohnt, welcher Umsetzungsweg zu Ihren Daten passt und was rechtlich zu beachten ist.
Gehört das Thema bereits ins Team, kommen wir für anderthalb Tage zu Ihnen, mit acht bis vierzehn Mitarbeitenden. Ihre Bereiche bearbeiten dann gemeinsam einen Anwendungsfall, von der Bewertung über den Datenschutz bis zum ersten testbaren Schritt.
