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Digitalisierung & Prozesse

Warum bei der ERP-Einführung die Schnittstellen wichtiger sind als das System

Ob Business Central oder ein Open-Source-System: Über den Erfolg einer ERP-Einführung entscheidet weniger die Marke als die Frage, wie gut das System mit Ihren übrigen Anwendungen zusammenarbeitet und wer es absichert.

04. Oktober 2026 · 4 min

Ein Warenwirtschaftssystem, das über Jahre mitgewachsen ist, merkt man selten an einem einzelnen Ausfall. Man merkt es daran, dass für immer mehr Abläufe Behelfslösungen nötig werden, die nicht mehr zur Software passen.

Warenwirtschaft und ERP

Ein Warenwirtschaftssystem steuert Warenbewegungen: Bestand und Lager, Beschaffung, Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung. Ein ERP-System umfasst diese Funktionen und bildet darüber hinaus weitere Bereiche in einem System ab, etwa Finanzen und Controlling, Personal- und Ressourcenplanung, Kundenbeziehungen und Produktionsplanung.

Woran Sie merken, dass es Zeit wird

Die Warenwirtschaft reicht meist dann nicht mehr, wenn neben ihr Excel-Listen entstehen, dieselben Daten in mehreren Programmen gepflegt werden und Auswertungen über Abteilungen hinweg nur von Hand möglich sind. Jede dieser Behelfslösungen funktioniert für sich. Zusammen kosten sie Zeit und machen Fehler wahrscheinlicher.

Open Source oder Lizenz, Cloud oder eigener Server

Neben Systemen wie Microsoft Business Central gibt es ausgereifte Open-Source-ERPs, etwa Odoo in der Community-Version, ERPNext oder das aus Deutschland stammende Kivitendo. Lizenzkosten fallen dort keine an. Einrichtung, Anpassung und Betrieb kosten trotzdem Geld.

Open-Source-Systeme lassen sich auf eigenen Servern oder bei einem Hoster Ihrer Wahl betreiben. Damit entscheiden Sie selbst, wo Ihre Daten liegen, und hängen nicht an der Preispolitik eines Herstellers. Dafür liegen Updates, Sicherheitspatches und Backups bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister. Bei einem Cloud-System wie Business Central online übernimmt das der Anbieter. Mehr zur Abwägung steht in unserem Artikel zu digitaler Souveränität.

Warum Schnittstellen und Sicherheit mehr entscheiden

Kaum ein ERP steht allein. Daneben laufen Buchhaltung, Onlineshop, CRM oder Fachanwendungen wie ein Konfigurator. Ob diese Systeme sauber Daten austauschen, entscheidet im Alltag mehr als der Funktionsumfang des ERP. Fragen Sie deshalb vor der Auswahl: Hat das System eine dokumentierte Schnittstelle, über die sich Stammdaten lesen und schreiben lassen? Kommen Sie in einem offenen Format an Ihre Daten, wenn Sie später wechseln wollen?

Bei BMS Solutions übernimmt der Projektkonfigurator seine Stammdaten aus dem ERP, nichts wird doppelt erfasst. Gebaut ist er so, dass er mit jedem ERP mit passender Schnittstelle zusammenarbeitet, auch mit einem Open-Source-System.

Jede Schnittstelle ist zugleich ein Zugang zu Ihren Daten. Deshalb gehört die Sicherheitsfrage gleich dazu: Wer darf über die Schnittstelle worauf zugreifen? Wie werden Zugangsdaten verwaltet und Zugriffe protokolliert? Und wer spielt Sicherheitsupdates ein, beim selbst betriebenen ERP genauso wie bei den angebundenen Anwendungen?

Wie wir vorgehen

Bevor wir ein System vorschlagen, nehmen wir die tatsächlichen Arbeitsabläufe auf, Abteilung für Abteilung, und beziehen Nutzerinnen und Nutzer aus Technik und Verwaltung ein. Stärken und Grenzen eines Systems sprechen wir offen an, Bedenken greifen wir früh auf. Ein Pilotteam testet die neuen Abläufe, bevor der ganze Betrieb umsteigt. An einen Hersteller sind wir dabei nicht gebunden.

So sind wir auch bei BMS Solutions vorgegangen. Dort fiel die Wahl auf Microsoft Business Central in der Cloud, mehr dazu in der Erfolgsgeschichte.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass ein Warenwirtschaftssystem nicht mehr reicht?+

Wenn immer mehr Behelfslösungen außerhalb der Software nötig werden, um den Alltag abzubilden, etwa Excel-Listen neben dem System oder Daten, die in mehreren Programmen gepflegt werden. Das ist meist das zuverlässigste Warnsignal.

Was unterscheidet ein Warenwirtschaftssystem von einem ERP-System?+

Ein Warenwirtschaftssystem steuert Lager, Beschaffung und Auftragsabwicklung. Ein ERP-System umfasst diese Funktionen und bildet darüber hinaus weitere Bereiche in einem System ab, etwa Finanzen, Controlling, Personalplanung und Kundenbeziehungen.

Ist ein Open-Source-ERP für den Mittelstand geeignet?+

Für viele Betriebe ja. Lizenzkosten entfallen, und Sie können das System selbst betreiben. Dafür brauchen Sie jemanden, der Updates, Sicherheitspatches und Backups zuverlässig übernimmt.

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Viviane Lenders

Viviane Lenders

Geschäftsführerin

Timo Albers

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